UNTERNEHMEN

Kasse statt Masse

DIGITALMEDIEN Die Werbekrise offenbart die Lebenslügen von BuzzFeed, Vice & Co. Der Reichweitenfetisch hat sich als Irrglaube erwiesen.

AN­GE­BER Nach­dem Dis­ney in sein Vice in­ves­tiert hat­te, fei­er­te Grün­der Sha­ne Smith für 300.000 Dol­lar in Las Ve­gas. Heu­te muss das On­line­me­di­um Stel­len ab­bau­en und Ge­häl­ter kür­zen.

Auf geh­t's“, sagt Bryan Gold­berg (36), „wir be­tre­ten jetzt die wil­den Stra­ßen von New York.“ Es ist ein Mitt­woch­mit­tag An­fang Juni, drau­ßen heu­len die Si­re­nen. Gold­berg, den sie in Ame­ri­kas Di­gi­tal­me­di­en­sze­ne „Bad Boy“ oder auch „Arsch­loch“ nen­nen, hat sein Apart­ment seit zwei Ta­gen nicht ver­las­sen. Heu­te wagt er sich raus auf die 6th Ave­nue, Rich­tung Sü­den.

„Kon­so­li­die­rung ist gut“, sagt Gold­berg, „wenn alle an­de­ren Angst ha­ben, wol­len wir mu­tig sein.“ 2020 wer­de ein „star­kes“ Jahr für sei­ne Bust­le Di­gi­tal Group, er wol­le bald wie­der „ag­gres­siv zu­kau­fen“.

Was min­des­tens eine selbst­be­wuss­te Pro­gno­se ist. Vie­le wer­be­fi­nan­zier­te On­line­me­di­en, wie Gold­berg sie be­sitzt, steck­ten an­ge­sichts fal­len­der An­zei­gen­ein­nah­men be­reits vor Co­ro­na in der Kri­se. In­zwi­schen liegt der Markt am Bo­den. Die Um­sät­ze der meis­ten Un­ter­neh­men sind, wenn es gut läuft, 30 Pro­zent im Mi­nus. Ten­denz ne­ga­tiv.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.