UNTERNEHMEN

LITTLE BIG OIL

WINTERSHALL DEA Der Verfall der Rohstoffpreise und politische Turbulenzen schütteln Deutschlands einzigen Gas- und Ölkonzern durch. Für den geplanten Börsengang empfiehlt sich ein Fernglas.

STILLLEBEN Die Aussichten für das Bohrbusiness sind mäßig – das gilt auch für die Plattform im Wattenmeer

Die Do­cu­men­ta-Hal­le war gut und pro­mi­nent ge­füllt an die­sem Tag Mit­te No­vem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res. Ma­rio Meh­ren (49), Chef des deut­schen Gas- und Ölkon­zerns Win­ters­hall, hat­te zum 125-jäh­ri­gen Fir­men­ju­bi­lä­um ge­la­den. 400 Gäs­te eil­ten her­bei zum gro­ßen Fest­akt. Pro­fi­vor­spre­cher Sig­mar Ga­bri­el (60), Ex-SPD-Vor­sit­zen­der, re­de­te lau­nig-prä­zi­se wie ge­wohnt. Die Vi­ze­che­fin des rus­si­schen En­er­gie­gi­gan­ten Gaz­prom be­dank­te sich ar­tig für treue Part­ner­schaft. Und Hes­sens CDU-Mi­nis­ter­prä­si­dent Vol­ker Bouf­fier (68) schwärm­te, so gut er es eben kann, von ei­ner „nord­hes­si­schen Er­folgs­ge­schich­te“. „Kas­sel, Hes­sen und die Welt gra­tu­lie­ren“, fei­er­te sich das Un­ter­neh­men selbst. Das un­ver­meid­li­che Stei­ger­lied der Berg­leu­te er­klang.

Es wird die letz­te fos­si­le Sau­se für län­ge­re Zeit blei­ben und das nicht nur we­gen Co­ro­na.

Stark ge­sun­ke­ne Prei­se für Öl und Gas, der welt­wei­te Nach­fra­ge­ein­bruch: Die Ge­win­ne der För­de­rer schmel­zen schnel­ler als die Per­ma­frost­bö­den in Si­bi­ri­en. Eine neue Er­fah­rung für die sieg­ge­wohn­ten Ma­jors Exxon, Shell oder BP. Der ein­zi­ge deut­sche Ver­tre­ter der Zunft lei­det im Ge­fol­ge: Win­ters­hall, seit Mai 2019 mit dem Wett­be­wer­ber Dea li­iert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.