TRENDS

„GET IT DONE“

PHARMAINDUSTRIE In der Pandemie versagt das Geschäftsmodell der Branche. Ohne die Milliarden der Regierungen wird es weder Medikamente noch Impfstoffe geben. Und alles hängt an den USA.

SAVE AME­RI­CA US-Prä­si­dent Do­nald Trump (rech­te Tisch­sei­te) rück­te die Phar­m­a­bos­se im Wahl­kampf in die Nähe von Mör­dern und Tot­schlä­gern. An­fang März lud er sie ins Wei­ße Haus, da­mit sie ihm Lö­sun­gen für die Co­ro­na-Kri­se prä­sen­tier­ten. 2 Mrd. Dol­lar sag­ten die USA bis­lang für die Ent­wick­lung ei­nes Co­ro­na-Vak­zins zu.

Es ist eine il­lus­tre Run­de, die US-Prä­si­dent Do­nald Trump (74) da ins Wei­ße Haus ge­be­ten hat. Vi­ze­prä­si­dent Mike Pence (61) sitzt am Tisch, ge­nau­so wie Ge­sund­heits­mi­nis­ter Alex Azar (53). Ih­nen ge­gen­über sam­meln sich die Schwer­ge­wich­te der glo­ba­len Phar­ma­in­dus­trie. Die Spit­zen­leu­te von Pfi­zer, John­son & John­son, Gla­xoS­mith­Kli­ne oder Sa­no­fi sol­len Trump und sei­ner Co­ro­na-Task­force an je­nem März­tag er­klä­ren, wie schnell die USA mit der Ent­wick­lung von Me­di­ka­men­ten und Impf­stof­fen ge­gen das Vi­rus rech­nen kön­nen.

Der Prä­si­dent wirkt un­ge­dul­dig, er will ra­sche Lö­sun­gen. Wei­ter als ein paar Sät­ze kom­men we­der Gla­xoS­mith­Kli­ne-Che­fin Emma Walms­ley (51) noch John Shi­ver, die Num­mer eins der Impf­stoffspar­te von Sa­no­fi.

Erst Da­ni­el O'Day (56), ein hoch auf­ge­schos­se­ner Te­xa­ner mit kurz ge­scho­re­nen wei­ßen Haa­ren, er­regt Trumps Auf­merk­sam­keit. Der Chef des ka­li­for­ni­schen Bio­tech­kon­zerns Gi­lead in­sze­niert sein vor zehn Jah­ren ent­wi­ckel­tes Mit­tel Rem­de­si­vir als Hoff­nung im Kampf ge­gen Co­vid-19. Da­bei gibt es zu die­sem Zeit­punkt bes­ten­falls vage Hin­wei­se auf des­sen Wirk­sam­keit.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.