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DAS NEUE INTERNET

SOFTWAREAKTIEN Unbegrenzte Rechenkraft aus der Datenwolke revolutioniert die Wirtschaft. In der Corona-Krise werden Firmenprozesse noch schneller automatisiert – was Anlegern neue Chancen eröffnet.

WOL­KEN­MA­CHER Da­ten­zen­trum von Hua­wei im chi­ne­si­schen Guiyang: In der Volks­re­pu­blik sind An­bie­ter von Fir­men­soft­ware, die die­se Clouds nut­zen, noch güns­tig

Für kur­ze Zeit sah es so aus, als wür­de Ro­bert Smith (57) in der Co­ro­na-Kri­se ein­mal rich­tig da­ne­ben­lie­gen. Der Grün­der der Pri­va­te-Equi­ty-Ge­sell­schaft Vis­ta gilt als er­folg­reichs­ter In­ves­tor in Fir­men­soft­ware der ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­te.

Doch als die Pan­de­mie es­ka­lier­te, saß er auf ei­nem Mil­li­ar­den­pa­ket Ak­ti­en am bör­sen­no­tier­ten Cy­ber­se­cu­ri­ty-Spe­zia­lis­ten Ping Iden­ti­ty, des­sen Kurs ab Mit­te März bin­nen Wo­chen von 28 auf we­ni­ger als 17 Dol­lar ein­brach – be­droh­lich nah an je­ner Mar­ke von 15 Dol­lar, zu der Smith das Un­ter­neh­men im Sep­tem­ber an die Bör­se ge­bracht hat­te – ohne da­bei als Groß­ak­tio­när eine ein­zi­ge Ak­tie zu ver­kau­fen.

Heu­te ist klar, dass Smith es wie­der ein­mal bes­ser wuss­te als an­de­re. Der Kurs steht knapp un­ter 30 Dol­lar, also fast dop­pelt so hoch wie beim Bör­sen­gang. Die zwei Drit­tel der Ping-Iden­ti­ty-An­tei­le, die Vis­ta im­mer noch hält, sind heu­te 1,6 Mil­li­ar­den Dol­lar wert. Das ist eine Mil­li­ar­de mehr, als der Fonds 2016 für das ge­sam­te Un­ter­neh­men ge­zahlt hat­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.