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Den Aufschwung buchen

Corona traf Booking hart – umso stärker wird der Reiseriese zurückkehren.

W eni­ge Bran­chen lei­den so sehr un­ter der Co­ro­na-Pan­de­mie wie die Tou­ris­mus­in­dus­trie. Lee­re Ho­tels, still­ge­leg­te Flug­zeu­ge und nicht ge­buch­te Schiffs­ka­bi­nen pro­du­zie­ren gi­gan­ti­sche Ver­lus­te. Es be­ginnt die gro­ße Zeit der In­sol­venz­ver­wal­ter. Und die Hoch­pha­se der Aus­le­se: In je­der Kri­se wer­den die Star­ken stär­ker und die Schwa­chen schwä­cher.

Für Boo­king Hol­dings kann das ei­gent­lich nur hei­ßen: Das größ­te Rei­se­bü­ro der Welt wird mit­tel­fris­tig zu den gro­ßen Ge­win­nern der Post-Co­ro­na-Ära zäh­len. Na­tür­lich hat auch der Kon­zern mit­samt sei­nen Mar­ken Pri­ce­li­ne, Open­Ta­ble, Ren­tal­cars.com oder Ka­yak zu­letzt arg ge­lit­ten. Die Bi­lanz für die ers­ten drei Mo­na­te war tief­rot, das Ei­gen­ka­pi­tal schrumpf­te von 5,9 auf 3,8 Mil­li­ar­den Dol­lar. Das zwei­te Quar­tal dürf­te noch schlim­mer wer­den. Und dann in­fi­zier­te sich Vor­stands­chef Glenn Fo­gel auch noch mit dem Vi­rus.

Trotz­dem be­wäl­tig­te Fo­gel die Kri­se gut. Er schick­te 14 Pro­zent des Per­so­nals in Kurz­ar­beit, nahm fri­sches Geld auf (al­lein im April Kre­di­te über 4,1 Mil­li­ar­den Dol­lar) und räum­te die Bi­lanz auf. Gut 890 Mil­lio­nen Dol­lar schrieb Boo­king auf die Good­will-Po­si­tio­nen ab.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.