WAS MACHT EIGENTLICH ...

Hans Rudolf Wöhrl?

Der Luftfahrt- und Textilunternehmer hat sein Lebenswerk im Familienkreis verteilt. Und investiert jetzt ganz anders.

Hans Ru­dolf Wöhrl (72) ist ein Mor­gen­muf­fel. Vor 11 Uhr darf man ihn nicht stö­ren. Erst wenn er sei­ne Krei­se im acht Me­ter lan­gen Pool zieht, kommt Wöhrl in Schwung. „Neu­gier­de ist bei mir ein ge­ne­ti­scher De­fekt, der sich ins­be­son­de­re beim Schwim­men ent­fal­tet“, sagt er, frisch an­ge­kom­men im Büro, wo er oft bis Mit­ter­nacht sitzt.

Wöhrl stammt aus ei­ner Tex­til­dy­nas­tie, der ein­fa­che Weg ist aber nicht sein Ding. In der zwölf­ten Klas­se brach das „schwar­ze Schaf der Fa­mi­lie“ die Schu­le ab und er­öff­ne­te 1966 mit 19 Jah­ren sei­ne ei­ge­ne Bou­tique. Die Ein­rich­tung kam vom Schrott­platz. Acht Jah­re spä­ter misch­te er ähn­lich non­kon­form die Luft­fahrt auf und grün­de­te den Nürn­ber­ger Flug­dienst, die Keim­zel­le der Luft­han­sa-Toch­ter Eu­ro­wings.

Da­nach über­nahm und sa­nier­te er die Flug­li­ni­en DBA und LTU und reich­te sie an Air Ber­lin wei­ter. 2017 hät­te er Air Ber­lin selbst gern ge­kauft. Dass ihm die Luft­han­sa zu­vor­kam, hat ihn ge­är­gert. Heu­te ist er froh. „Ohne ra­di­ka­le Neu­aus­rich­tung sehe ich für Air­lines wie Luft­han­sa schwarz. Und der Staat ist da­bei ein Hin­der­nis.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.