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Spätzünder

DAIMLER Konzernchef Ola Källenius macht jetzt ernst. Die Jobs von 30.000 Mitarbeitern sind bedroht, darunter die vieler Manager.

KRI­SE ALS CHAN­CE Daim­ler hat in den gol­de­nen Jah­ren un­ter Kon­zern­chef Die­ter Zet­sche Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten auf­ge­baut, die nun über­flüs­sig sind. Ola Käl­le­ni­us muss han­deln.

Als Mar­tin Daum (60) am 24. Juni zu sei­nen Füh­rungs­kräf­ten spricht, ist die Stim­mung ge­reizt. 2019 sei ein ver­lo­re­nes Jahr ge­we­sen, re­sü­miert Daim­lers Truck­chef per Vi­deo­kon­fe­renz, man habe die Zie­le ver­fehlt, dazu kom­me jetzt der Co­ro­na-Ein­bruch. Die ei­gent­li­che Bot­schaft folgt: Die Fix­kos­ten müss­ten in Eu­ro­pa um 22 Pro­zent ge­senkt wer­den, das er­for­de­re im Ma­nage­ment ei­nen Per­so­nal­ab­bau um 30 Pro­zent.

War­um dann nie­mand auf obers­ter Ebe­ne gehe, fragt ein Ab­tei­lungs­lei­ter im Chat. Man kön­ne das nicht an ei­ner Per­son fest­ma­chen, ant­wor­tet Daum. „Höchs­tens an mir“, zi­tiert ihn ein Teil­neh­mer. Aber er habe eine fri­sche Be­stä­ti­gung des Auf­sichts­rats.

Der Ton ist ge­setzt. Und nicht nur bei den Trucks. „Die Stim­mung ist auf dem Tief­punkt“, sagt ein be­trof­fe­ner Pkw-Ma­na­ger.

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