NAMEN UND NACHRICHTEN

Krisen-Gewinner

DEUTSCHE BAHN Für den Konzern wird die Pandemie zur Chance, frische Milliarden vom Staat zu tanken.

AP­PLAUS, AP­PLAUS! Bahn-Vor­ste­her Lutz (r.) hul­digt Ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er

Von Schwarz­ma­le­rei ver­steht Ri­chard Lutz (56) et­was. Schon öf­ter ver­schick­te er düs­te­re Rund­mails. Ende Juni war es wie­der so weit. „Aus fi­nan­zi­el­ler Per­spek­ti­ve“, schrieb der Bahn-Chef, „be­fin­den wir uns erst am An­fang der Kri­se.“

Das Jam­mern hat sich be­währt. In ei­nem Schrei­ben vom 10. Mai an füh­ren­de Ver­kehrs- und Haus­halts­po­li­ti­ker be­zif­fer­ten die Bahn-Obe­ren den dro­hen­den Scha­den aus der Co­ro­na-Pan­de­mie bis 2024 auf 11 bis 13,5 Mil­li­ar­den Euro. Mit durch­schla­gen­dem Er­folg. Der Bund gönn­te sei­nem Mün­del fünf Mil­li­ar­den Euro zu­sätz­li­ches Ka­pi­tal. Wei­te­re Sprit­zen könn­ten fol­gen.

Da­bei gab es früh Zwei­fel, ob die Rech­nung ganz sau­ber war. Das Pa­pier an die Ab­ge­ord­ne­ten räum­te ein, die Bahn schät­ze die Schä­den „auf ei­ner noch sehr un­si­che­ren Grund­la­ge“. Von Er­kennt­nis­fort­schrit­ten und kon­kre­te­ren Sze­na­ri­en hat seit­dem nie­mand et­was ge­hört. Da­für wird im­mer deut­li­cher, dass die Bahn wo­mög­lich über­ent­schä­digt wird.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2020.