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ZUR SONNE, ZUR FREIHEIT

SIGMAR GABRIEL Der langjährige SPD-Chef wacht über die Deutsche Bank und bald Siemens Energy, er führt die Atlantik-Brücke. Aber er hat auch den Skandalschlachter Tönnies beraten. Hier zeigt sich wieder seine Unberechenbarkeit, an der schon die Genossen verzweifelten.

AUF­BRUCH IN DIE WIRT­SCHAFT Sig­mar Ga­bri­el (hier im hei­mi­schen Gos­lar) ist stolz dar­auf, dass er kei­nen Ver­sor­gungs­job von sei­nen Par­tei­freun­den braucht

Sig­mar Ga­bri­els Auf­stieg in die To­pe­ta­ge der deut­schen Wirt­schaft be­ginnt an ei­nem war­men Win­ter­tag in Doha. Der 60-Jäh­ri­ge war Um­welt-, Wirt­schafts- und Au­ßen­mi­nis­ter, er hat sie­ben­ein­halb Jah­re die So­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Deutsch­land ge­führt. Jetzt hat Ha­mad bin Kha­li­fa Al Tha­ni ge­la­den, Va­ter des Emirs von Ka­tar. Zum Vor­stel­lungs­ge­spräch. Die Al Tha­nis sind größ­ter Ein­zel­ak­tio­när der Deut­schen Bank.

Chef­kon­trol­leur Paul Ach­leit­ner (63) hat­te der Fa­mi­lie vor­ge­schla­gen, Sig­mar Ga­bri­el in den Auf­sichts­rat zu ent­sen­den, nach­dem die Ka­ta­rer kei­ne ge­eig­ne­ten Be­wer­ber ge­fun­den hat­ten. Nun also Ga­bri­el, der als Mi­nis­ter noch An­trä­ge der Ka­ta­rer, deut­sche Waf­fen zu kau­fen, ab­ge­lehnt hat­te.

Ga­bri­el fliegt ein, prä­sen­tiert sich im Pa­last. Ein biss­chen Small Talk, ein biss­chen Deut­sche Bank. Schließ­lich, nach 20 Mi­nu­ten, fragt Ga­bri­el, ob der Scheich noch et­was wis­sen möch­te. Der winkt nur ab: „Ach, das weiß ich doch al­les ...“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2020.