UNTERNEHMEN

HÖLLENTRIP MIT VOLLPENSION

TUI Der Corona-Stillstand hat dem Reiseklassiker brutal zugesetzt. Doch auch das Schönwettermanagement von Reiseleiter Fritz Joussen rächt sich jetzt. Hat der Konzern mit dem Lächel-Logo überhaupt noch eine Chance?

SPASS ÜBER BORD CEO Fritz Jous­sen sah den Kon­zern auf dem Weg zum Di­gi­tal­cham­pi­on. Jetzt droht ein klas­sisch ana­lo­ges De­sas­ter.

Für Ner­ven­kit­zel ist bei Fritz Jous­sen (57) je­den Tag ge­sorgt, im­mer ge­gen 14 Uhr. Dann klappt der Tui-Chef den grau­en De­ckel sei­nes Ta­blets hoch, öff­net eine schmuck­lo­se Ta­bel­le mit den neu­es­ten Bu­chungs­zah­len – und hofft das Bes­te. Eine Spal­te in­ter­es­siert den Ma­na­ger am meis­ten: Ver­än­de­rung zum Vor­jahr. Zu Be­ginn der Co­ro­na-Kri­se stan­den da Wer­te zwi­schen 90 und 100 Pro­zent. In­zwi­schen darf wie­der ge­reist wer­den, ei­ni­ge Kun­den bu­chen doch noch ih­ren Som­mer­ur­laub, das Mi­nus schrumpft. Doch schrumpft es auch ge­nug?

Jous­sen hofft, der Wert wer­de sich bei 50 Pro­zent ein­fin­den, „dann wä­ren wir im­mer­hin wei­test­ge­hend bei Cash-Break-even“. Soll hei­ßen: Es wür­de so viel Ba­res rein­kom­men, wie akut raus­fließt. Das wäre zwar nur eine Mi­ni­ret­tung für die Tui. Aber eine wich­ti­ge Etap­pe auf dem Weg zum Über­le­ben. Und ein Auf­bäu­men ge­gen die Über­macht der Skep­ti­ker.

Die Fi­nanz­ge­mein­de gibt nur noch we­nig auf den größ­ten Rei­se­kon­zern der Welt (19 Mil­li­ar­den Euro Um­satz, gut 70.000 Be­schäf­tig­te). Die In­vest­ment­bank Mor­gan Stan­ley rech­net mit ei­nem wei­te­ren Kurs­sturz. Ziel­mar­ke: 1,30 Euro – we­ni­ger als ein Drit­tel des oh­ne­hin schon de­pri­mie­ren­den Wer­tes von Mit­te Juli.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2020.