TRENDS

DAS VERSCHLEPPTE COMEBACK

CORONA-KRISE Eine Exklusivstudie von McKinsey zeigt: In vielen Branchen geht es dramatisch bergab – und mühsam wieder bergauf. Viele Unternehmen erreichen das Vorkrisenniveau auf lange Zeit nicht mehr. Vor 2023 gibt es in Deutschland wenig Grund zu feiern.

Der Mann hat im­mer noch Bei­stand auf La­ger, soll­te die Stim­mung zu arg ins Pes­si­mis­ti­sche kip­pen, die Ge­fahr be­steht ja durch­aus in die­sen rau­en Zei­ten. Dann greift Chris­ti­an Kull­mann (51), Chef des Che­mie­kon­zerns Evo­nik und gläu­bi­ger Ka­tho­lik, in sei­nen bü­ro­ei­ge­nen Ge­gen­gift­schrank – vul­go: Schreib­tisch – und zieht das ka­tho­li­sche Ge­bets- und Ge­sangs­buch her­vor.

Him­mel, hilf! Die bun­des­re­pu­bli­ka­ni­sche Wirt­schaft kann Hil­fe von oben ge­brau­chen, sie durch­lei­det die här­tes­te Kri­se n. Chr., re­spek­ti­ve seit es sie gibt. Die Che­mie­bran­che etwa rausch­te im zwei­ten Quar­tal noch mal deut­lich run­ter. Die Co­ro­na-Kri­se, sagt Kull­mann, sei eine „ra­di­ka­le Pro­be“ für das Ge­schäfts­mo­dell von Evo­nik. Und gibt sich zu­ver­sicht­lich ("Wir ha­ben sie bis­her ro­bust be­stan­den"), zu­ver­sicht­li­cher je­den­falls als die meis­ten sei­ner Kol­le­gen.

Land­auf, land­ab be­schäf­tigt die Vor­stän­de vor al­lem eine Fra­ge: Wie weit geht es ab­wärts, be­vor es wie­der auf­wärts geht? Und: Wann ist das Vor­kri­sen­ni­veau ge­schafft, der Plus-Mi­nus-Null-Zu­stand, der li­ter­wei­se Glücks­hor­mo­ne aus­schüt­ten wür­de. Ex­klu­siv für ma­na­ger ma­ga­zin hat die Un­ter­neh­mens­be­ra­tung McK­in­sey die Tief­punk­te in 25 Wirt­schafts­zwei­gen ver­mes­sen. Und die Con­sul­tants schätz­ten ab, wann die Aus­gangs­la­ge wie­der er­reicht wird (sie­he Gra­fik „Das tie­fe Tal – und der müh­sa­me Auf­stieg").

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2020.