LEBEN

Filmreif

KARL LAGERFELD Die Designerikone hat sich selbst zu einer Weltmarke stilisiert. Nun soll daraus ein Milliardenimperium werden. Hollywood bietet schon mal seine Hilfe an.

VOL­LES RI­SI­KO Pier Pao­lo Righi hat sei­ne stei­le Kar­rie­re bei Nike auf­ge­ge­ben, um aus dem Na­men des deut­schen Aus­nah­me­de­si­gners eine un­sterb­li­che Mar­ke zu ma­chen

Er ist ein­fach über­all. Als Pup­pe mit rie­si­gem Kopf, als Ted­dy­bär, als Bar­bie­fi­gur mit wei­ßem Zopf und Son­nen­bril­le. Die Zen­tra­le des Mo­de­hau­ses Karl La­ger­feld im Her­zen Ams­ter­dams ist eine Pop-Art-Ver­si­on ei­nes Ge­den­kal­tars. Je län­ger man hier ver­weilt, umso we­ni­ger wür­de man sich wun­dern, wenn der größ­te deut­sche Mo­de­de­si­gner plötz­lich in der Tür stün­de.

Karl La­ger­feld ist tot, lang lebe Karl La­ger­feld. Den Auf­trag, den Deut­schen zur un­sterb­li­chen Mar­ke zu ma­chen, hat Pier Pao­lo Righi (53). Der Deut­schi­ta­lie­ner soll aus den Rech­ten am Na­men ein klei­nes Kon­glo­me­rat schaf­fen: Mode, Ho­tels, Wohn­an­la­gen. Auch ein Hol­ly­wood­film und ein Mu­se­um sind schon in Ar­beit.

Als Righi La­ger­feld am 15. Ja­nu­ar ver­gan­ge­nen Jah­res in den Arm nahm, spür­te er, dass es die letz­te Be­rüh­rung sein wür­de. „Es hat­te was von Ab­schied“, sagt er. La­ger­feld, der um sein Al­ter stets ein Ge­heim­nis mach­te, war längst schwer krank. Ei­nen Mo­nat und vier Tage spä­ter klin­gel­te Rig­his Te­le­fon. Am an­de­ren Ende der Lei­tung war Ca­ro­li­ne Le­bar, eine von La­ger­felds engs­ten Ver­trau­ten, und in­for­mier­te ihn über den Tod. Righi war ge­ra­de auf dem Weg zum Mün­che­ner Flug­ha­fen, es soll­te in den Ur­laub ge­hen, nach Süd­afri­ka. Statt­des­sen flog er nach Ams­ter­dam und ver­sam­mel­te sei­ne Mit­ar­bei­ter.

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