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Falscher Freund

JAN MARSALEK Der Ex-Wirecard-Vorstand engagierte sich für den Onlinesupermarkt GetNow.

Jan Mar­sa­lek (40) ist zum Phan­tom ge­wor­den. Bei­nah täg­lich gibt es neue Ent­hül­lun­gen; das Bun­des­kri­mi­nal­amt sucht ihn auf Fahn­dungs­pla­ka­ten mal mit, mal ohne Bart. Der ehe­ma­li­ge Vor­stand des in­sol­ven­ten Fi­nanz­dienst­leis­ters Wire­card soll ein Schat­ten­reich auf­ge­baut ha­ben; In­ves­to­ren und Ban­ken ha­ben Mil­li­ar­den ver­lo­ren.

Mar­sa­leks Ver­schwin­den trifft aber auch Un­ter­neh­men, die au­ßer­halb des Wire­card-Kos­mos leuch­ten oder we­nigs­tens matt glän­zen: be­son­ders den On­li­ne­le­bens­mit­tel­dienst Get­Now, ein Mün­che­ner Start-up, das es mit Grö­ßen wie Rewe und Ama­zon auf­neh­men will. Denn die Crew um Ge­schäfts­füh­rer Se­bas­ti­an Wie­se (36) muss nun auf ei­nen il­lus­tren Hel­fer bei der Su­che nach Wag­nis­ka­pi­tal ver­zich­ten: eben je­nen Jan Mar­sa­lek.

Der Öster­rei­cher, der Ver­trau­ten er­zähl­te, dass er selbst 50 Mil­lio­nen Euro in Di­gi­tal­un­ter­neh­men in­ves­tiert hat, soll das Start-up in der Ver­gan­gen­heit bei der In­ves­to­ren­su­che un­ter­stützt ha­ben. CEO Wie­se, der Get­Now erst seit Ende 2019 an­führt, er­klärt zwar, ihm lä­gen dazu „kei­ne In­for­ma­tio­nen oder An­halts­punk­te“ vor. Doch Mar­sa­lek war of­fen­bar bei meh­re­ren Tref­fen mit Get­Now-In­ves­to­ren und -Ma­na­gern da­bei; an­de­re Teil­neh­mer und auch E-Mails be­stä­ti­gen das.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.