NAMEN UND NACHRICHTEN

Kalter Kaffee

REIMANN Milliardärsmacher Harf trennt sich von seinem designierten Nachfolger Kamenetzky.

DER ALTE BLEIBT Der engs­te Ver­trau­te der Rei­manns, Pe­ter Harf, wähl­te sei­nen Kron­prin­zen selbst aus

David Ka­menetz­ky (50) war der Mann der Zu­kunft für die In­dus­tri­el­len­fa­mi­lie Rei­mann: klug und er­fah­ren im Um­gang mit rei­chen Fa­mi­li­en und dem gro­ßen Geld. Im Som­mer 2019 als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der an­ge­tre­ten, soll­te er als Bin­de­glied agie­ren zwi­schen dem reichs­ten Clan der Re­pu­blik und des­sen ope­ra­ti­ver Ein­heit, der JAB Hol­ding.

Zu­dem er­hielt er den Auf­trag, die In­ves­to­ren zu be­treu­en, die sich ge­mein­sam mit der JAB Hol­ding an Kon­sum­gü­ter­un­ter­neh­men be­tei­li­gen – etwa in der Kaf­fee­bran­che (Ja­cobs, Sen­seo, Tas­si­mo) – und an Re­stau­rant­ket­ten wie Pret a man­ger. Das weit­ver­zweig­te Kon­strukt ver­wal­tet in­zwi­schen mehr als 100 Mil­li­ar­den Euro.

Da­mit nicht ge­nug. Ka­menetz­ky, der in jun­gen Jah­ren als per­sön­li­cher Re­fe­rent von Ignatz Bu­bis ge­ar­bei­tet hat­te, dem da­ma­li­gen Vor­sit­zen­den des Zen­tral­rats der Ju­den in Deutsch­land, wur­de auch Chair­man der Al­fred Lan­de­cker Stif­tung der Rei­manns, ge­grün­det als Re­ak­ti­on auf das Be­kannt­wer­den der Nazi-Pro­fi­teu­re un­ter ih­ren Vor­fah­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.