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Drohver­luste

GALERIA KARSTADT KAUFHOF Die Warenhauskette will wegen des Lockdowns Geld einklagen.

GELD­VER­BREN­NER Fi­lia­le in Ber­lin wäh­rend des Lock­downs

Anfang Au­gust kam mit der Post die trau­ri­ge Wahr­heit ins Haus der Gläu­bi­ger von Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof. Nur ins­ge­samt 470 Mil­lio­nen Euro will die Wa­ren­haus­ket­te Lie­fe­ran­ten, An­ge­stell­ten und Ver­mie­tern laut In­sol­venz­plan zah­len, ei­nen Bruch­teil der aus­ste­hen­den For­de­run­gen.

Doch die 40 Sei­ten ent­hal­ten auch ei­nen Hoff­nungs­wert. Un­ter Punkt VI. stel­len der Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­te Arndt Gei­witz (51), sein Co Pa­trick Wah­ren (50) und Ga­le­ria-Chef Mi­guel Müllen­bach (44) den Gläu­bi­gern Son­der­aus­schüt­tun­gen in Aus­sicht. Ge­speist wer­den sol­len die­se aus Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen „ge­gen die öf­fent­li­che Hand“. Ein Ga­le­ria-Ma­na­ger über­setzt: „Gei­witz will Ent­schä­di­gun­gen für den Lock­down.“

Ei­nen nied­ri­gen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag möch­te die Crew um den Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­ten bei den zu­stän­di­gen Be­hör­den in den Län­dern ein­trei­ben, not­falls auf dem Kla­ge­weg. Durch die Kom­plett­schlie­ßung und das lang­sa­me Hoch­lau­fen hat Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof knapp eine Mil­li­ar­de Euro an Um­satz ein­ge­büßt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.