NAMEN UND NACHRICHTEN

Party in Palo Alto

SIEMENS Von Joe Kaesers Traumdeal profitiert erst einmal Varian-Chef Dow Wilson.

DAS GROS­SE FI­NA­LE Joe Ka­e­ser hoff­te jah­re­lang auf eine Health­ca­re-Fu­si­on

Der schei­den­de Sie­mens-Chef Joe Ka­e­ser (63) war schon im­mer auf der Su­che nach dem be­son­ders cle­ve­ren Deal. Im Früh­jahr 2017 etwa sann Ka­e­ser dar­über, wie er sei­ne Me­di­zin­tech­nik­spar­te mög­lichst wert­voll an die Bör­se brin­gen könn­te. Die Ak­ti­en wie üb­lich in Frank­furt zu no­tie­ren, das schien ihm eine ver­schenk­te Ge­le­gen­heit. Dem Fi­nanz­fuchs schweb­te ein „Re­ver­se Lis­ting“ über ei­nen US-Kon­zern vor.

Hät­te die Sa­che ge­klappt, hät­te Ka­e­ser die Spar­te in ei­nem bör­sen­no­tier­ten Me­di­zin­tech­nik­un­ter­neh­men auf­ge­hen las­sen. Die Kon­zern­per­le wäre in den Ge­nuss der in den USA üb­li­chen hö­he­ren Be­wer­tung ge­kom­men, sie hät­te so den Wert des ge­sam­ten Sie­mens-Kon­zerns nach oben ge­hievt – und sie hie­ße heu­te wo­mög­lich nicht Healt­hineers, son­dern Sie­mens Va­ri­an Me­di­cal Sys­tems.

Denn schon da­mals ver­han­del­te Ka­e­ser – ge­mein­sam mit dem ge­ra­de von Eon zu­rück­ge­kehr­ten Vor­stands­kol­le­gen Mi­cha­el Sen (51) – mit dem auf Strah­len­the­ra­pie spe­zia­li­sier­ten Un­ter­neh­men aus dem ka­li­for­ni­schen Palo Alto, das die Healt­hineers jetzt tat­säch­lich für den Re­kord­preis von 16,4 Mil­li­ar­den Dol­lar (14 Mil­li­ar­den Euro) über­neh­men.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.