UNTERNEHMEN

„Wir zäumen das Pferd falsch herum auf“

EON Vorstandschef Johannes Teyssen über sein müdes Kerngeschäft, frische Ideen und die richtigen Lehren aus dem Wirecard-Skandal.

LAN­GE SITZ­ZEIT Seit 2010 ist Jo­han­nes Teyssen an der Spit­ze von Eon. Zum Ende sei­ner Amts­zeit (bis 2021) be­kommt es der Ju­rist noch ein­mal mit ei­nem hart­nä­cki­gen Geg­ner zu tun: Co­vid-19.

Johan­nes Teyssen (60) geht als Chef des En­er­gie­kon­zerns Eon ei­nem Ge­schäft nach, das in ho­hem Maße staat­lich re­gu­liert und da­mit po­li­tisch ist. Das Un­ter­neh­men ver­steht er im­mer auch als Teil der Ge­sell­schaft, bei al­lem Ei­gen­in­ter­es­se. Den Mann küm­mern die Welt­läuf­te, das Wohl der Kra­wat­ten­in­dus­trie in­klu­si­ve. Er wis­se gar nicht, was aus der wer­den sol­le; al­lein mit sei­nen ab­ge­leg­ten Bin­dern kön­ne er die nächs­ten Ge­ne­ra­tio­nen be­stü­cken, sagt er, muss sich aber auch sehr hand­fest mit dem Ge­winn­ein­bruch bei Eon aus­ein­an­der­set­zen. Wir spre­chen ein­ein­halb Stun­den, per Vi­deo.

MM Herr Teyssen, Sie ha­ben ge­ra­de ein paar Wo­chen Ur­laub ge­macht: Hot­spot oder brav im In­land?

JO­HAN­NES TEYSSEN We­der noch. Ich war in der Schweiz, am Lago Mag­gio­re und am Vier­wald­stät­ter­see, bin mit mei­ner Frau aus­gie­big ge­schwom­men und ge­ra­delt. Ein schö­nes Am­bi­en­te, gar nicht über­lau­fen. Und ich bin lan­ge ge­nug zu­rück, um sa­gen zu kön­nen: Ich habe mich nicht mit Co­ro­na an­ge­steckt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.