AL­LEIN IM BÜRO Un­ter­neh­men au­to­ma­ti­sie­ren sprung­haft ihre Ab­läu­fe, um in Pan­de­mie­zei­ten Geld zu spa­ren

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UIPATH Ausgerechnet ein rumänisches Start-up ist mit zehn Milliarden Dollar das am höchsten bewertete Europas. Wie das? Es profitiert vom Boom der Hyperautomatisierung.

Wie je­mand, der ge­ra­de den Deal sei­nes Le­bens ver­kün­det hat, sieht Da­ni­el Di­nes (48) an die­sem Diens­tag Ende Juli nicht aus: Mit strub­be­li­gen Haa­ren, de­nen man die co­ro­nabe­ding­te Fri­seur­ab­sti­nenz an­sieht, sitzt der Ru­mä­ne im leicht ver­schwitz­ten bei­gen Po­lo­hemd in der Nie­der­las­sung in Bu­ka­rest. Und er­zählt, wie er Ui­Path zum am höchs­ten be­wer­te­ten eu­ro­päi­schen Soft­ware-Start-up ge­macht hat. Auf rund zehn Mil­li­ar­den Dol­lar ta­xier­ten sei­ne In­ves­to­ren un­längst Di­nes' Fir­ma; er selbst hielt laut „For­bes“ zu­letzt noch mehr als 20 Pro­zent der An­tei­le, will sich dazu aber nicht äu­ßern. Si­cher ist: Di­nes strebt an die Bör­se.

So bo­den­stän­dig der Mann mit dem un­über­hör­ba­ren ost­eu­ro­päi­schen Ak­zent wirkt, so ge­hypt ist sein Me­tier. Ro­bo­tic Pro­cess Au­to­ma­ti­on (RPA) nennt sich das Ge­schäft, mit dem Di­nes vor mehr als ei­nem Jahr­zehnt an den Markt ge­gan­gen ist. Und das nun in der Pan­de­mie pro­fi­tiert wie kaum ein an­de­res.

Mit phy­si­schen Ro­bo­tern, wie man sie aus Sci­ence-Fic­tion-Fil­men oder der in­dus­tri­el­len Fer­ti­gung kennt, hat das Gan­ze nichts zu tun. Es geht um Un­ter­neh­mens­soft­ware, mit der sich Vor­gän­ge, die sonst Mit­ar­bei­ter aus­füh­ren, di­gi­tal au­to­ma­ti­sie­ren las­sen. Vom Ein­log­gen in An­wen­dun­gen über das Her­aus­su­chen von Da­ten bis zum Pfle­gen von Da­ten­ban­ken.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.