UNTERNEHMEN

RAUF GEHT'S

MANAGEMENT Kaum eine Branche trifft Corona so hart wie den Einzelhandel. Etwa jedes dritte Unternehmen ist in seiner Existenz gefährdet. Doch es gibt sie, die richtigen Rezepte gegen die Krise.

Den frü­hen Ein­stieg ins On­line­ge­schäft ver­dankt Wil­helm Jos­ten (54) nicht etwa ei­nem Trip ins Si­li­con Val­ley, son­dern sei­ner Frau. Schon früh habe sie Ge­schen­ke in ganz Eu­ro­pa on­line be­stellt, er­zählt der But­lers-Chef. „Ir­gend­wann nahm die Zahl der Pa­ke­te bei uns zu Hau­se der­art zu, da war mir klar, auch wir müs­sen di­gi­ta­li­sie­ren“, so der Grün­der und Ge­schäfts­füh­rer des An­bie­ters von De­ko­ra­ti­ons­ar­ti­keln, Tisch- und Woh­nac­ces­soires. Über 120 Fi­lia­len be­treibt But­lers im In- und Aus­land.

14 Jah­re ist das nun her. 2007 ging dann der ers­te ei­ge­ne Web­shop ans Netz. Da­mals galt das Un­ter­neh­men als Pio­nier der Di­gi­ta­li­sie­rung, vor dem Co­ro­na-Shut­down mach­te But­lers schon bis zu 20 Pro­zent des Um­sat­zes on­line. Jetzt hat sich das Ein­kaufs­ver­hal­ten von Jos­tens Frau rich­tig aus­ge­zahlt: „Mit dem ers­ten Tag des Lock­downs hat sich un­ser On­lin­e­um­satz ver­drei­facht. So konn­ten wir mit aus­rei­chend Li­qui­di­tät die Kri­se über­ste­hen“, sagt Jos­ten dank­bar.

An­de­re Händ­ler muss­ten in die In­sol­venz – wie Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof oder Es­prit, die zu lan­ge auf ver­al­te­te Kon­zep­te setz­ten oder als An­bie­ter von Be­klei­dung und Schu­hen in je­nen Bran­chen un­ter­wegs sind, die be­son­ders stark un­ter Co­ro­na lei­den (sie­he Gra­fik „Mehr Schein als Sein").

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.