LEBEN

Gespaltene Elite

GENERATIONENKONFLIKT Digitalos werfen den Altvorderen Rückständigkeit vor, die halten die Hipster für heillos arrogant. Nur wenn die Lager sich versöhnen, hat Deutschlands Wirtschaft eine Zukunft.

Was ma­chen die da un­ten in Mün­chen, sind die durch­ge­knallt? Stän­dig wur­de Mar­tin End­er­le zu­ge­tra­gen, dass man sein „Pro­jekt“, erst recht sei­ne Mann­schaft, in der Bon­ner Te­le­kom-Zen­tra­le skep­tisch be­äu­ge. Was ihn be­traf, be­kam er die War­nun­gen der Alarm­stu­fe drei auf di­rek­tem Weg: „End­er­le, wenn das nicht hin­haut, sind Sie ge­feu­ert!“

Die Dro­hun­gen hol­te er sich 2004, in fei­nem An­zug und Sei­den­schlips, auf der Vor­stands­eta­ge in Bonn ab; von Män­nern in Na­del­strei­fen, de­ren Na­men heu­te kaum noch je­mand er­in­nert.

Ja gut, sag­te er dann und kam sich vor wie bei Ge­richt, sei­ne Leu­te hät­ten halt ein paar Ma­rot­ten. Man­che Ent­wick­ler lau­fen bar­fuß durchs Of­fice, ei­ni­ge Frau­en tra­gen gern Kör­be un­term Arm, in de­nen ihr Liebs­tes ein­ge­ku­schelt liegt, der Hund. Aber be­harr­lich ver­wies End­er­le auf das, was aus sei­ner Sicht zählt, die Tech­ta­len­te sei­ner Mit­ar­bei­ter, ihre In­ter­netaf­fi­ni­tät, die es sonst im gan­zen Kon­zern nicht gibt.

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