EIN ABEND IM

„Oxalis“, Schluchsee

Sake im Bauernhaus, und eine Sauna gibt es auch: ein Stilmix im Stilmixparadies Schwarzwald.

DIS­TANZD­IN­NER Drum­her­um: Wald. Drin­nen: nor­di­sche Schlicht­heit.

Baden-Würt­tem­berg war für Gour­mets lan­ge vor al­lem Bai­ers­bronn, das Fein­schme­cker­dorf, bis im Ja­nu­ar die „Schwarz­wald­stu­be“ ab­brann­te, wor­auf ein Pop-up-Lo­kal ("Tem­por­ai­re") auf dem Park­deck folg­te. Aber auch frei­wil­lig ge­ra­ten die Din­ge in Be­we­gung: Die „Kro­ne“ in Weil ver­sucht sich in ve­ge­ta­ri­scher Mark­gräf­ler Kü­che, das Dur­ba­cher Tra­di­ti­ons­ho­tel „Rit­ter“ ser­viert im „Ma­ki­dan“ eine Art ba­di­sche Ta­pas, für die der Mi­che­lin den Bib Gour­mand ver­gab. Und das „Oxa­lis“ in der „Müh­le“ am Schluch­see, 50 Ki­lo­me­ter von Frei­burg, bie­tet ja­pa­ni­sche Kü­che.

Frü­her hin­gen hier rote Lüs­ter un­ter Holz­bal­ken, heu­te ist es cool, fa­mi­li­är, be­hag­lich zu­gleich. Sau­na, Ka­min, zehn Zim­mer. Ho­te­lier Ma­ri­us Trönd­le (28) hat eine Ge­trei­de­müh­le von 1603 zum Ho­tel um­ge­baut, mit­ten im Schwarz­wald, zu Fuß ist man in 15 Mi­nu­ten am See. Für sein Re­stau­rant en­ga­gier­te er Max Gold­berg (33), der schon bei Alain Weiß­ger­ber im „Tau­ben­ko­bel“ bei Wien ge­kocht hat, ei­nem der bes­ten Re­stau­rants Öster­reichs.

Ei­gent­lich aber fin­det Gold­berg die ja­pa­ni­sche Kü­che fas­zi­nie­rend und tischt des­halb nun fern­öst­lich In­spi­rier­tes auf: Bin­cho­tan-Lachs­fo­rel­le mit Kür­bis und Ver­be­ne. Die Neu­er­fin­dung der Schwarz­wäl­der Ves­per im Kai­se­ki-Menü. Da käme man al­lein jetzt nicht drauf, aber da­für wa­ren die Kö­che im Schwarz­wald ja schon im­mer gut. 1

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