WAS MACHT EIGENTLICH ...

Michael Macht?

Der ehemalige Porsche-Chef hält das Vorstandsleben für eine „Tretmühle“. Seine Energie nutzt er für echten Sport.

Micha­el Macht (59) ist am liebs­ten dort un­ter­wegs, wo die Luft dünn wird. Das gilt für sei­ne Kar­rie­re im VW-Kon­zern, die ih­ren Hö­he­punkt in sei­ner Zeit als Por­sche-Chef (2009 bis 2010) er­reich­te, wie für sein Hob­by. „Ich bin be­geis­ter­ter Ski­tou­ren­ge­her“, er­zählt er und dass er nach sei­nem Aus­stieg als Pro­duk­ti­ons­vor­stand bei VW vor sechs Jah­ren erst ein­mal die Hau­te Rou­te ge­lau­fen sei. Stei­le An­stie­ge und eben­sol­che Ab­fahr­ten, und das von Cha­mo­nix bis Zer­matt häu­fig auf über 3000 Me­ter Höhe. In der Hoch­pha­se von Co­ro­na war er re­gel­mä­ßig auf dem Moun­tain­bike un­ter­wegs.

Macht macht viel, das aber na­he­zu ge­räusch­los – wie ei­gent­lich im­mer schon. Ein VW-Kol­le­ge nann­te ihn mal we­gen sei­nes ru­hi­gen Auf­tritts „den Schlei­cher“. An­re­gend ist sein Le­ben trotz­dem. So sitzt er im Auf­sichts­rat von Weich­ai Power, Chi­nas füh­ren­der Mo­to­ren­her­stel­ler und größ­ter Ak­tio­när von Kion, Eu­ro­pas Num­mer eins bei Ga­bel­stap­lern mit Sitz in Frank­furt. Dort lei­tet Macht seit gut ei­nem Jahr das Kon­troll­gre­mi­um. „Nach dem Kno­chen­job in der Au­to­in­dus­trie habe ich mich ganz be­wusst für eine Auf­sichts­rats­kar­rie­re ent­schie­den, ich woll­te die­se Tret­müh­le nicht mehr“, so Macht. Sei­ne bei­den Kin­der sei­en an „ihm vor­bei ge­wach­sen“. Der Sohn habe die­ses Jahr Ab­itur ge­macht. „Ich woll­te end­lich mehr Zeit für Pri­va­tes.“

Image und Pres­ti­ge wa­ren ihm, so sagt er, bei der Aus­wahl sei­ner Jobs nicht wich­tig. Auch des­halb lo­gier­te Macht in den ver­gan­ge­nen Jah­ren knapp un­ter der öf­fent­li­chen Wahr­neh­mungs­schwel­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2020.