NAMEN UND NACHRICHTEN

Stundung der Wahrheit

GRILLO-WERKE Der Konzern des Ex-BDI-Präsidenten braucht dringend frisches Geld.

SCHWE­RER STAND Vor­stands­chef Ul­rich Gril­lo muss 28 Ban­ken für die er­folg­rei­che Sa­nie­rung des Kon­zerns ge­win­nen – eine Si­sy­pho­sauf­ga­be

Das Un­wort des Jah­res müss­te für Ul­rich Gril­lo (61) ei­gent­lich der Be­griff „Her­den­trieb“ sein. Als ein­zel­ne Ban­ken dem Duis­bur­ger Gril­lo-Kon­zern im Jahr 2019 Kre­di­te ver­wei­ger­ten, wur­den auch an­de­re In­sti­tu­te ner­vös. Sie kün­dig­ten die Li­ni­en. „Un­se­re ope­ra­ti­ve Er­trags­schwä­che hat die Ban­ken ver­schreckt“, sagt der Vor­stands­vor­sit­zen­de von Deutsch­lands größ­tem Zink­ver­ar­bei­ter (690 Mil­lio­nen Euro Um­satz, 1500 Be­schäf­tig­te).

Ul­rich Gril­lo ist nicht der Chef ei­nes x-be­lie­bi­gen Old-Eco­no­my-Un­ter­neh­mens; er ge­hört – im­mer noch – zum Es­ta­blish­ment. Von 2012 bis Ende 2016 führ­te er den Bun­des­ver­band der Deut­schen In­dus­trie (BDI), nahm an G-20-Gip­feln teil, kam mit Re­gen­ten wie Russ­lands Wla­di­mir Pu­tin (68) und Chi­nas Xi Jin­ping (67) ge­nau­so zu­sam­men wie mit Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (66).

Im Ne­ben­job führt er den Auf­sichts­rat des Rüs­tungs­kon­zerns und Au­to­zu­lie­fe­rers Rhein­me­tall, sitzt oben­drein im Kon­troll­gre­mi­um des En­er­gie­kon­zerns Eon. Die Deutsch­land AG schaut auf ihn und den Sa­nie­rungs­fall Gril­lo, der nun sei­ne vol­le Auf­merk­sam­keit er­for­dert.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2021.