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MAGENTA IM BLUT

MANAGER DES JAHRES Tim Höttges hat die Deutsche Telekom zu unerwarteten Siegen geführt. Sein Erfolgsgeheimnis: Der Mann ist einfach nie zufrieden. Ganz selten aber lässt er trotzdem locker.

Kalt und dun­kel ist der Win­ter in Neu­fund­land, Ka­na­da. Im März 2011, als ein Flug­zeug der Deut­schen Te­le­kom hier ein­trifft, scheint die Son­ne nicht mal drei Stun­den am Tag.

In ei­nem Ho­tel in der Stadt St. John's trifft die Grup­pe aus Bonn auf eine De­le­ga­ti­on aus Dal­las, Te­xas. Es geht um ein Ge­schäft, das den US-Mo­bil­funk­markt nach­hal­tig ver­än­dern wür­de: AT&T-Boss Ran­dall Ste­phen­son (60) hat es auf T-Mo­bi­le US ab­ge­se­hen, die Mo­bil­funk­toch­ter der Deut­schen Te­le­kom. Aus der Num­mer zwei und der Num­mer vier des Mark­tes will er den neu­en US-Cham­pi­on for­men.

Für die Te­le­kom ist Ste­phen­sons An­ge­bot ver­lo­ckend. T-Mo­bi­le gilt als Bal­last, ein ewi­ger Pro­blem­fall, der Mil­li­ar­den kos­te­te. Also rei­sen der da­ma­li­ge Te­le­kom-Boss René Ober­mann (57), sein Fi­nanz­chef Ti­mo­theus Hött­ges (58) und der erst im Vor­jahr zur Te­le­kom ge­sto­ße­ne M&A-Spe­zia­list Thors­ten Lang­heim (54) nach Ka­na­da, um die Toch­ter mög­lichst teu­er los­zu­schla­gen.

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