GRÜSS MIR DIE SON­NE Die Luft­han­sa bie­tet we­gen der Co­ro­na-Kri­se der­zeit nur ein Mi­ni­mum an Flü­gen. Doch nach Os­tern soll es auf­wärts­ge­hen.

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OPERATION PHOENIX

LUFTHANSA Depression war gestern. Erfolge beim Sparen und neue Geldquellen beflügeln Chefpilot Carsten Spohr. Schneller als erwartet könnte der gebeutelte Konzern die Wende schaffen – und die staatlichen Retter loswerden.

So was nennt sich wahr­haft ein Ge­schäfts­freund! Ende No­vem­ber traf Luft­han­sa-Len­ker Cars­ten Sp­ohr (54) ei­nen Mann, den er künf­tig öf­ter braucht: Aen­gus Kel­ly (45), den Chef des welt­größ­ten Flug­zeug­ver­mie­ters Aer­cap. Sp­ohr will klei­ne­re Ma­schi­nen ein­set­zen als bis­her, am bes­ten ge­leas­te. „Kein Pro­blem“, soll sein Ge­sprächs­part­ner ver­si­chert ha­ben, trotz Kri­se und Ver­lus­ten. Es gebe welt­weit zwei Flug­ge­sell­schaf­ten, de­nen er im­mer Ma­schi­nen über­las­sen wür­de: Sin­g­a­po­re Air­lines. Und Luft­han­sa.

Ein Kom­pli­ment zum Ein­rah­men, das Sp­ohr ge­wiss gut­tat. Seit dem Be­ginn der Co­ro­na-Pan­de­mie kle­ben häss­li­che At­tri­bu­te an sei­nem Un­ter­neh­men. Es steht als Wa­ckelair­line da, ja als Plei­te­kan­di­dat. Hier aber preist eine Bran­chen­grö­ße den ge­rupf­ten Kra­nich als Ad­ler.

Tat­säch­lich häu­fen sich bei der Luft­han­sa neu­er­dings die po­si­ti­ven Zei­chen. Im No­vem­ber ge­lang es ihr, den Ka­pi­tal­markt an­zu­zap­fen. Zwei An­lei­hen brach­ten 1,6 Mil­li­ar­den Euro fri­sches Geld ein. Die Zins­sät­ze wa­ren mit 2 bis 3 Pro­zent na­tür­lich auch des­we­gen so nied­rig, weil der Staat nach sei­nem Ein­stieg bei der Luft­han­sa den Schul­den­dienst prak­tisch ab­si­chert. Den­noch: Es gibt wie­der pri­va­te In­ves­to­ren, die an die Zu­kunft der Luft­han­sa glau­ben.

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