DER ULTIMATIVE ...

Gummistiefel

Dem Landadel wird auch noch das letzte Privileg geraubt.

GIBT GUM­MI Das Ori­gi­nal, seit 1956 Herz­stück von Hun­ter, aus Na­tur­kau­tschuk, 130 Euro

Als Fuß­be­klei­dung ist er vor al­lem Bri­tan­ni­ens Land­ad­li­gen, Moor­huhn­jä­gern und Park­be­sit­zern kom­mod: der Hun­ter-Gum­mi­stie­fel. Schlamm­grün als Klas­si­ker, et­was grob­schläch­tig, im De­sign eher – nun ja – ge­wöhn­lich. Gern mit Neo­pren­fut­ter und seit­lich ver­stell­bar. Den­noch schaff­te es der Quer­feld­ein-Gum­mik­lotz am Bein in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr­mals auf den Lauf­steg der Lon­do­ner Fa­shion Week.

Be­gon­nen hat das Phä­no­men des Schutz­schuhs für Re­gen­ta­ge 1856 in Schott­land, als ein Ame­ri­ka­ner na­mens Hen­ry Lee Nor­ris dort die North Bri­tish Rub­ber Com­pa­ny grün­de­te. Das Ge­schäfts­mo­dell fuß­te auf ei­nem Pa­tent und in­no­va­ti­ven Tech­ni­ken der Vul­ka­ni­sie­rung, die Gum­mi halt­bar und stra­pa­zier­fä­hig mach­te. An­fangs gab es vier Mit­ar­bei­ter, die auf über 600 im Ers­ten Welt­krieg an­wuch­sen; auch im Zwei­ten Welt­krieg schütz­ten die Boots die Sol­da­ten – über eine Mil­li­on wur­den her­ge­stellt. Im Jahr 1956 dann der nächs­te Schritt: zum Ori­gi­nal Green Wel­ling­ton – auf der In­sel lie­be­voll „Wel­lies“ ge­nannt, heu­te Syn­onym für den Gum­mi­stie­fel schlecht­hin. Lady Dia­na Spen­cer trug die Wel­lies auf ih­rem of­fi­zi­el­len Ver­lo­bungs­fo­to von 1981.

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