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Warnzeichen für Weimer

DEUTSCHE BÖRSE Die Börsenaufsicht ermittelt mit hohem Aufwand, ob die Handelsüberwachung des Konzerns versagt hat.

AU­GEN AUF UND DURCH Bör­sen­chef Theo­dor Wei­mer muss sich mit Vor­wür­fen ge­gen die Han­dels­über­wa­chung aus­ein­an­der­set­zen

Theo­dor Wei­mer (61) ist ge­übt im Um­gang mit den Sün­den sei­ner Vor­gän­ger. Schon als Chef der Hy­po­ver­eins­bank muss­te er die Fol­gen il­le­ga­ler Steu­e­r­er­stat­tun­gen be­sei­ti­gen, kurz „Cum-Ex“ ge­nannt. HVB-Mit­ar­bei­te­rin­nen und -Mit­ar­bei­ter hat­ten die Ge­schäf­te von 2005 bis 2008 be­trie­ben, bei de­nen Kun­den sich eine nur ein­mal ge­zahl­te Ka­pi­tal­er­trag­steu­er zwei­mal vom Staat er­stat­ten lie­ßen. Wei­mer war erst da­nach Chef ge­wor­den, muss­te aber da­für be­zah­len. Ins­ge­samt kos­te­te die Af­fä­re die HVB 220 Mil­lio­nen Euro (sie­he Gra­fik „Teu­re Trick­se­rei").

Seit drei Jah­ren sitzt Wei­mer dem Vor­stand der Deut­schen Bör­se vor, und jetzt holt ihn er­neut der Cum-Ex-Skan­dal ein. Wie­der geht es um mut­maß­li­che Fehl­trit­te sei­ner Vor­gän­ger.

Die hes­si­sche Bör­sen­auf­sicht un­ter­sucht seit rund ei­nem Jahr, ob der Kon­zern ge­gen Ge­set­ze ver­sto­ßen hat. Die Be­hör­de geht An­halts­punk­ten nach, dass die Bör­se mög­li­cher­wei­se Markt­ma­ni­pu­la­tio­nen nicht früh­zei­tig er­kannt und ge­mel­det hat und dass ihre Kon­troll­me­cha­nis­men ver­sagt ha­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2021.