TRENDS

KAMPF AUF OFFENER BÜHNE

AUFSICHTSRÄTE Investoren, Politik und Öffentlichkeit ziehen Konsequenzen aus dem Fall Wirecard: Die Ansprüche an die Kontrolleure steigen. Die Zeit der Amateure läuft ab.

STIL­LER STAB­WECH­SEL Die vir­tu­el­le Sie­mens-Haupt­ver­samm­lung am 3. Fe­bru­ar bil­de­te die Ku­lis­se für Joe Ka­e­sers letz­ten Auf­tritt als CEO

Kas­per Ror­steds (58) Wahl in den Auf­sichts­rat von Sie­mens soll­te eine Rou­ti­ne­an­ge­le­gen­heit wer­den, fast so wie das Ein­che­cken ins Sport­stu­dio. Der Adi­das-Chef steht für In­ter­na­tio­na­li­tät und bringt viel Er­fah­rung mit: Vor sei­ner Zeit bei Adi­das führ­te er mit Hen­kel schon ei­nen an­de­ren Glo­bal Play­er aus dem Dax; er war Auf­se­her bei Ber­tels­mann, kennt sich aus im Di­gi­ta­len und kon­trol­liert seit 2018 Nest­lé, den größ­ten Nah­rungs­mit­tel­kon­zern der Welt.

Doch die Be­stel­lung des ver­meint­lich idea­len Kan­di­da­ten, ver­merkt von Jim Ha­ge­mann Sna­be (55), Auf­sichts­rats­chef und eben­falls Däne, als Ta­ges­ord­nungs­punkt 6 der vir­tu­el­len Sie­mens-Haupt­ver­samm­lung An­fang Fe­bru­ar, ge­riet zur Bla­ma­ge.

Der Mann habe mit all sei­nen Jobs schon jetzt mehr als reich­lich zu tun, er sei „over­boar­ded“, ur­teil­ten Ver­tre­ter von Deka, Uni­on In­vest­ment und der DWS, der Ver­mö­gens­ver­wal­tung der Deut­schen Bank – und sperr­ten sich. Ror­sted er­hielt nur 76,5 Pro­zent der Stim­men, üb­lich sind Vo­ten weit jen­seits der 90 Pro­zent.

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