WIRTSCHAFTSKULTUR

Visionomics

Eine Starökonomin wirbt für den idealistisch lenkenden Staat.

ÜBE­R­ALL GE­FRAGT Die Ita­lo­ame­ri­ka­ne­rin Ma­ria­na Maz­zu­ca­to (52) lebt und lehrt in Lon­don. Sie be­rät Re­gie­run­gen in al­ler Welt.

Der „Moonshot“, der den ers­ten Men­schen auf den Mond brach­te, ist in­zwi­schen eine Stan­dard­vo­ka­bel, wenn Gro­ßes ge­lin­gen soll. Ma­ria­na Maz­zu­ca­to greift die Apol­lo-Ge­schich­te auf, um den Groß­um­bau des Ka­pi­ta­lis­mus zu for­dern.

Die Star­öko­no­min und Best­sel­ler­au­to­rin ("The En­tre­pre­neu­ri­al Sta­te“, 2013) kämpft seit Lan­gem für mehr Selbst­be­wusst­sein der Po­li­tik: Der wich­tigs­te In­no­va­ti­ons­trei­ber sei der Staat, das Un­ter­neh­mer­hel­den­tum völ­lig über­zeich­net.

Vie­le ih­rer Ar­gu­men­te sind heu­te un­strit­tig: Wirt­schafts­dy­na­mik gibt es nur mit ei­nem regu-lie­ren­den und sehr leis­tungs­fä­hi­gen Staat. Öffent­li­che In­ves­ti­tio­nen kön­nen enor­me Pro­duk­tiv­kräf­te frei­set­zen. Wie die US-Be­hör­de Dar­pa zeigt, kön­nen fle­xi­ble Spe­zi­al­agen­tu­ren so­gar High­tech-„Sprun­gin­no­va­tio­nen“ wie das In­ter­net, GPS oder Siri aus der Wis­sen­schaft her­aus­kit­zeln.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2021.