AUSFAHRT

Fat Boy

Groß und bequem ist Fords Explorer zweifellos. Als Plug-in-Hybrid ist er aber nur ein Kompromiss.

Ford schlägt sich in Deutsch­land wa­cker im Klein- und Kom­pakt­wa­gen­seg­ment, die Ober­klas­se da­ge­gen ist seit Jah­ren Ter­ra in­co­gni­ta. Nun ver­su­chen sich die US-Ame­ri­ka­ner mal wie­der mit ei­ner Ex­pe­di­ti­on: Nach 20-jäh­ri­ger Pau­se hat Ford den Im­port sei­nes mäch­ti­gen SUV Ex­plo­rer aus den USA wie­der auf­ge­nom­men.

Auf die Fra­ge, wo­für Füh­rungs­kräf­te ein über fünf Me­ter lan­ges, 2,25 Me­ter brei­tes und 1,78 Me­ter ho­hes Auto be­nö­ti­gen, gibt der Wa­gen im­mer­hin eine über­zeu­gen­de Ant­wort: In der drit­ten Rei­he sit­zen nicht nur Kin­der, son­dern auch Er­wach­se­ne ei­ni­ger­ma­ßen be­quem. Das kann hel­fen, wenn man sich mit ei­ner klei­nen, ein­ge­schwo­re­nen Trup­pe an ei­nen ge­hei­men Ort zu­rück­zie­hen will. Die Aura ei­nes Mann­schafts­bus­ses ver­strömt al­ler­dings mit­un­ter auch der In­nen­raum: Die Plas­tik­tei­le sind eher ro­bust ge­hal­ten.

Äußer­lich wirkt der Wa­gen dank ge­schick­ter Li­ni­en­füh­rung we­ni­ger dick­ba­ckig als er ist. Und in den Kern­dis­zi­pli­nen lie­fert der Ex­plo­rer äu­ßerst so­li­de Wer­te ab: Die Sit­ze blie­ben bei der aus­ge­dehn­ten Test­fahrt auch auf lan­gen Au­to­bahn­stre­cken über­aus be­quem, die Ge­räusch­däm­mung ist gut, die Be­die­nung des In­fo­tain­ments gab kei­ne Rät­sel auf. Und auch Ab­stands­ra­dar und Ver­kehrs­zei­chen­er­ken­nung ver­rich­te­ten ver­läss­lich ihre Hilfs­diens­te. Ein­zi­ger kla­rer Nach­teil ge­gen­über den deut­schen Pre­mi­um­her­stel­lern: die ver­gleichs­wei­se kom­pli­zier­te Sprach­be­die­nung des Na­vi­ga­ti­ons­ge­räts.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2021.