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GANZ TROCKEN

FAMILIE KNAUF Die Gipsdynastie landet den Coup des Jahres.

Spie­lend könn­ten die Knaufs da­heim in Ipho­fen ihre Zeit da­mit rum­brin­gen, die Wei­ne von den Hän­gen des Schwan­bergs (Süd­sei­te) zu ge­nie­ßen. Die gel­ten, weit über Fran­ken hin­aus, als ganz be­son­de­re Tröpf­chen. Statt­des­sen ha­ben sie sich auf staub­tro­cke­nes Zeug ver­legt, für das oft Gips eine wich­ti­ge Rol­le spielt: Put­ze, Mör­tel, Es­tri­che, Fa­ser­plat­ten – sol­che Sa­chen.

Im Busi­ness mit der­lei Bau­stof­fen sind sie seit Kur­zem noch mehr Welt­markt­füh­rer als oh­ne­hin schon. Denn Alex­an­der Knauf (44) ge­lang ein Coup: die feind­li­che Über­nah­me des US-Kon­kur­ren­ten USG. Von dem hat­ten sei­ne Vor­gän­ger als Chef, sein Va­ter Bald­win (82) und des­sen Cou­sin Ni­ko­laus (82), einst in wei­ser Vor­aus­sicht ein Zehn­tel ein­ge­la­gert. Die rest­li­chen neun Zehn­tel er­gat­ter­te Alex­an­der nun ge­gen den Wil­len des dor­ti­gen Vor­stands. Hilf­reich zur Sei­te stand ihm da­bei US-In­ves­tor War­ren Buf­fett (88), mit dem er sich schnell bes­tens ver­stand (sie­he hier). Der Kauf­preis von sechs Mil­li­ar­den Euro? So leicht zu stem­men wie eine Scha­le Gips.

Nicht je­den Knauf macht Gips al­lein glück­lich. Al­brecht Knauf (75; Rang 90), größ­ter Ge­sell­schaf­ter im Fa­mi­li­en­ver­bund, kauf­te den Stahl­händ­ler Stin­nes In­ter­fer und grün­de­te die Air­line Eu­ro­wings, ehe er sie an die Luft­han­sa ver­tick­te. So­gar Vi­ze­prä­si­dent von Bo­rus­sia Dort­mund war Al­brecht Knauf mal – der Mann mag wohl eher Bier als Wein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.